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Verlegung

Granitpflaster Mar

Verlegung Natursteinpflaster

Das Natursteinpflaster ist eine Belagart, die sowohl wegen ihrer Schönheit und wegen ihrer Dauerhaftigkeit (frost- und verwitterungsbeständig) sehr beliebt ist. Das oberste Gebot für die Natursteinverlegung ist der richtige Untergrund. Bei richtiger Planung undsorgfältiger Ausführung des Unter-/ Oberbaus haben Natursteinflächen ein lange Lebens-und Funktionsdauer.

 

Welche Steindicke für welchen Zweck?

Man unterscheidet Groß-, Klein- und Mosaikpflaster, welche es jeweils in unterschiedlichen Größen- und Güteklassen gibt.

 

Großpflaster:

Weisen eine Größe von ca. 15 bis 17 Zentimetern auf. Werden meist als Reihenverband verlegt. Eignen sich nicht für die Verlegung von filigranen Mustern. Verwendungszweck: vornehmlich befahrbare Flächen, Einfassungen.

 

Kleinpflaster:

Sie haben eine Kantenlänge von ca. 7 bis 11 Zentimetern. Mit Kleinpflaster eröffnen sich mehr Gestaltungsmöglichkeiten als mit großen Pflastersteinen. Mit dieser Pflastergröße lassen sich Segmentbögen oder auch kunstvolle Schuppenbögen anordnen. Verwendungszweck: begehbare & befahrene Flächen, Einfassungen.

 

Mosaikpflaster:

Es sind die kleinsten Pflastersteine mit Abmessungen von ca. 4 bis 7 Zentimetern. Mit Ihnen hat man den größten Gestaltungsspielraum für aufwendige Muster. Aber auch kleine Wege im Garten lassen sich damit realisieren. Verwendungszweck: hauptsächlich begehbare Flächen.

 

Unterbau und Pflasterbettung

Je nach Belastung und Bodenbeschaffenheit wird als Unterbau ein bis zu 40 cm tiefes Fundament ausgehoben und mit Füllmaterial aufgefüllt, die sogenannte Trag oder Frostschutzschicht.

Die Tragschicht kann aus Mineralgemisch, Natursteinschotter oder auch dem preisgünstigerem Recyclingschotter (Körnung 0/32 mm oder 0/45 mm) erstellt werden. Dieser sollte in jedem Fall gütegesichert sein, so dass keine Verunreinigungen in Form von Lehmanteilen, organischen Bestandteilen oder Abfällen enthalten sind.

Die wasserdurchlässige Tragschicht ist lagenweise einzubringen, gut zu verdichten und planeben sein.

(Höhentoleranz +/- 2 cm). Auf den Unterbau wird dann die sogenannte Bettungsschicht aufgetragen. Bei der ältesten Bauweise, der ungebundenen Bauweise, wird eine Splitt-, Sand- oder Granulatschicht aufgetragen. Die Fugen bestehen aus dem gleichen Material und stabilisieren die Steine. Diese Variante ist Bindemittelfrei. Bei dieser Bauweise ist der Wartungsaufwand hoch, da durch Regen oder durch fegen die Fugen ausgespült werden. Dies kann zur Folge haben dass die Steine den Halt verlieren. Gras, Moos oder Unkraut kann in den Fugen zu wachsen beginnen!

Die zweite Variante ist die Verlegung der Natursteine in Trockenmörtel. Dort wird ein Sand-Zementgemisch auf die Tragschicht aufgetragen. Empfohlen wird Trasszement weil dieser eine verminderte Ausblühneigung besitzt. Der Sand sollte eine Körnung von 0/2 mm oder 0/4 mm haben und gewaschen sein. Empfohlen wird ein Mischungsverhältnis von (Trasszement: Sand) 1:7 – 1:8.

 

Randeinfassung der Pflasterfläche

Wo stärkere Belastungen auftreten ist eine Randeifassung zu empfehlen. Hierzu eignen sich spezielle Randsteine oder auch Großpflaster. Im Gartenbereich kann auf die Einfassung verzichtet werden. Es empfiehlt sich aber die äußere Steinreihe mit Betonschulter, zur angrenzenden Gartenfläche, anzulegen.

Bei der Verlegung im Splittbett ist eine Randsteineinfassung unbedingt erforderlich. Dadurch wird ein Absinken, der Pflastersteine und ein Entweichen des Splittes aus dem Pflasterbett verhindert. Die Pflastersteine bekommen einen festen Halt und können nicht wackeln.

 

Steinverlegung

Nun beginnt die eigentliche Arbeit. Auf das vorbereitete Pflasterbett werden nun die Natursteine höhengerecht verlegt. Dabei sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Ob nur „einfache“ Pflasterverbände oder filigrane Muster mit unterschiedlichen Natursteinen, alles ist möglich…

 

Pflasterverbände

 

Segmentbogenverband

Segmentbogenverband

Das Konstruktionselement ist ein Viertelkreis mit einem Mittelpunktswinkel von 90 Grad. Hier werden mehrere Kreisbögen mit gleichem Radius übereinander angeordnet. Wegbreite- und Platzgröße sowie Steingröße bestimmen die Größe des Bogens. Sehr wirkungsvoll in Gärten und geeignet für Plätze und Einfahrten.

Rheienverband

Reihenverband

Bei Verwendung gleich großer Steine sehr symmetrisch. Werden Natursteine in unterschiedlichen Größen verarbeitet, besteht eine Reihe immer aus gleichbreiten Steinen. Die Reihen werden versetzt verlegt damit sich keine Kreuzfugen bilden. Eignet sich für Gartenwege wie auch für Terrassen.

Schuppenpflaster

Schuppenbogenverband

Konstruktionselement ist der Halbkreis. Mittig auf zwei gleich große, nebeneinander liegende Halbkreise wird ein weiterer Halbkreis mit gleichem Radius gesetzt. Die Schuppen können bei exakter Verlegung auch andersfarbig abgesetzt werden.

Meereswellenverband

Meereswellenverband

Hier werden Segmentbögen mit abwechslender Ausrich- tung zueinander angeordnet.

 

Hier zeigen wir ihnen einige Beispiele, die von unseren Pflasterern gefertigt wurden.

 

Wellen nach Kundenwunsch, Granitpflaster Mar und Nygus 8/11cm Rheien und Bogenverband, Granitpflaster Mar 7/9cm und 4/6cm, Nygus 4/6cm und Granitpflaster gebraucht 15/17cm. Bogenverband, Granitpflaster Dorus 8/11cm Bogen und Reienverband, Granitpflaster Mar und Klinker Reienverband, Granitpflaster Tytus 8/11cm Granitpflaster im Kreis verlegt, Granitsteine Slawus,Nygus und Tytus 4/6cm Reienverband, Granitpflaster Mar 8/11cm Bogenverband, Granitpflaster Mar 8/11cm

Klicken Sie hier um mehr Fotos von unseren Realisationen zu sehen.

 

Fugenverfüllung

 

Nachdem Verlegen der Steine müssen die Fugen mit entsprechenden Materialien noch ausgefüllt werden. Denn das Fugenmaterial bietet den Steinen die entsprechende Stütze. Eine Pflasterfläche ist nur dann funktionsfähig wenn die Fugen ordnungsgemäß verschlossen sind. Womit die Fugen verfüllt werden ist reine Geschmackssache. Bei der kostengünstigsten Variante wird einfach Quarzsand zwischen die Fugen gefegt. Der Nachteil ist aber dass die Fugen nach einer gewissen Zeit auswaschen oder auch die Ameisen diese wegtragen. Dadurch entsteht ein sehr hoher Pflegeaufwand denn die Fugen müssen nach einiger Zeit neu aufgefüllt werden. Leider lässt der Unkrautwuchs auch nicht vermeiden denn die Pollen der Unkräuter setzten sich in den Fugen ab. Rundkörniger Sand sollte auf keinen Fall genommen werden da die Körner sich nichtverkanten können. Das Ausfüllen der Fugen mit Basaltsplitt war früher die am meisten angewandte Methode. Hierbei ist der Pflegeaufwand fast genauso hoch wie beim Verfüllen mit Quarzsand. Mittlerweile ist das Verfugen mit Epoxidharzfugenmörtel bei den Hausbesitzern die beliebteste Variante.

 

Den Epoxidharzfugenmörtel gibt es in verschiedenen Farben und Ausführungen. Bei normaler Belastung (PKW) ist dieser Fugenmörtel auch noch stark Wasserdurchlässig (Dränfuge). Muss die gepflasterte Fläche auch stärkeren Belastungen Stand halten wird der Bindemittelanteil des Fugenmörtels erhöht. Damit sinkt dann die Wasserdurchlässigkeit der Fuge.

 

Die Verlegetipps basieren aus unseren Erfahrungen. Es handelt sich dabei nur um praktische Verlegetipps. Sie stellen eine unentgeltliche Beratung dar. Es wird daher um Verständnis gebeten, daß eine Haftung (auch nicht für die Vollständigkeit der Verlegetipps) oder eine Gewährleistung nicht übernommen werden kann und ausgeschlossen ist.

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